Arbeitsfähigkeit entsteht nicht zufällig.
Sie ist gestalt- und planbar.
Arbeitsfähigkeit ist eine wesentliche Grundlage für die Leistungsfähigkeit, Zusammenarbeit und Zukunftsfähigkeit von Menschen, Teams und Organisationen.
Sie verändert sich mit Menschen, Aufgaben und den Bedingungen, unter denen Arbeit stattfindet. Deshalb ist Arbeitsfähigkeit kein statischer Zustand, sondern muss immer wieder betrachtet, gestaltet und weiterentwickeltwerden.
Dabei geht es nicht um einzelne Maßnahmen oder isolierte Gesundheitsangebote. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Menschen, Strukturen und Arbeitsbedingungen.
Genau hier setzt das Gestaltungsmodell der Arbeitsfähigkeit an. Es macht sichtbar, an welchen vier Gestaltungsfeldern Arbeitsfähigkeit konkret beeinflusst und entwickelt werden kann.
Das Gestaltungsmodell der Arbeitsfähigkeit
Arbeitsfähigkeit lässt sich dort beeinflussen, wo Orientierung, Rollenklärung, Zusammenarbeit und Wirksamkeit bewusst gestaltet werden. Das Zusammenspiel dieser vier Gestaltungsfelder schafft die Grundlage für eine arbeitsfähige Organisation.
Keines der vier Gestaltungsfelder steht für sich allein. Ist eine Säule nicht ausreichend entwickelt oder gerät sie aus dem Gleichgewicht, wirkt sich das auf die Arbeitsfähigkeit des gesamten Systems aus – auf Teams, Gremien oder die Organisation. Erst das Zusammenspiel aller vier Gestaltungsfelder schafft die Grundlage für eine arbeitsfähige Organisation.
Orientierung
Gemeinsame Ziele und ein klares Verständnis davon, was wichtig ist, geben Menschen und Organisationen Orientierung. Sie schaffen eine Grundlage dafür, Prioritäten zu setzen und gemeinsames Handeln auszurichten.
Rollenklärung
Klare Rollen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten schaffen Verbindlichkeit und ermöglichen es, Kompetenzen gezielt einzusetzen. Jeder sollte wissen, welchen Beitrag er leistet und wofür er Verantwortung trägt.
Zusammenarbeit
Arbeitsfähigkeit zeigt sich auch darin, wie Menschen miteinander arbeiten. Offene Kommunikation, Vertrauen und Beteiligung schaffen die Voraussetzungen dafür, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Wirksamkeit
Wirksamkeit bedeutet, das eigene Handeln immer wieder daraufhin zu überprüfen, ob es tatsächlich etwas bewirkt. Tun wir das Richtige – und tun wir es richtig? Dazu gehört, Ergebnisse sichtbar zu machen, Erfahrungen auszuwerten und das eigene Handeln bei Bedarf anzupassen.
Je nach Rolle gestalten unterschiedliche Akteure die vier Gestaltungsfelder.
Wer gestaltet Arbeitsfähigkeit?
Arbeitsfähigkeit entsteht nicht an einer einzigen Stelle. Unterschiedliche Akteure gestalten sie aus ihrer jeweiligen Verantwortung heraus. Das Gestaltungsmodell schafft dafür eine gemeinsame Sprache und zeigt, wo konkretes Handeln ansetzen kann.
Rahmenbedingungen gestalten: Strukturen, Prozesse und Arbeitsbedingungen so gestalten, dass Menschen ihre Arbeit gut und dauerhaft bewältigen können.
Arbeitsfähigkeit im Alltag gestalten: Orientierung geben, Rollen und Erwartungen klären, Zusammenarbeit fördern und gemeinsam wirksame Lösungen entwickeln.
Arbeitsbedingungen mitgestalten: Interessen vertreten, Arbeitsbedingungen aktiv mitgestalten und die eigene Arbeitsfähigkeit als Gremium sowie den eigenen Beitrag zur Zusammenarbeit stärken.
Vom Gestaltungsmodell in die Praxis
Je nach Rolle und Fragestellung braucht es unterschiedliche Formen der Begleitung.
Gestaltungswerkstätte
Für Führungskräfte und andere Akteure: Die vier Gestaltungsfelder im eigenen Verantwortungsbereich verstehen, reflektieren und im Alltag anwenden.
Praxiswerkstätte
Für Betriebs- und Personalräte: Konkrete Herausforderungen bearbeiten, Zusammenarbeit gestalten und die Arbeitsfähigkeit des eigenen Gremiums stärken.
Beratung & Prozessbegleitung
Für Organisationen: Arbeitsfähigkeit systematisch gestalten – von der Analyse über die Entwicklung passender Lösungen bis zur Umsetzung und Wirksamkeitsprüfung.
Welche Form der Begleitung zu Ihrer Fragestellung passt, klären wir gemeinsam.
Wo Arbeitsfähigkeit konkret wird
Die vier Gestaltungsfelder lassen sich auf unterschiedliche Fragestellungen und Herausforderungen in Organisationen übertragen.
Ob es um psychische Belastungen, Führung, Zusammenarbeit oder die Gestaltung von Arbeitsbedingungen geht: Entscheidend ist nicht die einzelne Maßnahme, sondern das Zusammenspiel der Faktoren, die Arbeitsfähigkeit beeinflussen.
So entstehen Lösungen, die nicht nur ein einzelnes Problem bearbeiten, sondern Menschen und Organisationen nachhaltig handlungs- und entwicklungsfähig machen.
Führung und Zusammenarbeit so gestalten, dass Orientierung, Klarheit, Beteiligung und gegenseitige Unterstützung im Arbeitsalltag möglich werden.
Arbeitsorganisation, Strukturen und Prozesse so entwickeln, dass Anforderungen und Ressourcen in einer tragfähigen Balance bleiben.
Belastungen früh erkennen, Zusammenhänge verstehen und Arbeitsbedingungen so gestalten, dass psychische Fehlbelastungen reduziert werden.
Kirsten Holzlehner – Erfolgsfaktor Arbeitsfähigkeit
Arbeitsfähigkeit zu gestalten, ist seit vielen Jahren der Kern meiner Arbeit.
Ausgangspunkt meiner Tätigkeit war die Unternehmensberatung mit einem besonderen Blick auf Organisationen, ihre Strukturen und die Frage, wie Veränderung in Unternehmen wirksam gestaltet werden kann. Dabei wurde für mich zunehmend deutlich: Strukturen und Konzepte allein reichen nicht aus. Entscheidend ist, wie die Menschen in einer Organisation ihre Verantwortung wahrnehmen, zusammenarbeiten und ins Handeln kommen.
Schon früh habe ich mich deshalb mit der Frage beschäftigt, wie sich Arbeitsfähigkeit in Organisationen systematisch gestalten und erhalten lässt. Daraus entwickelte sich mein Ansatz des Betrieblichen Arbeitsfähigkeitsmanagements, der unterschiedliche Handlungsfelder nicht isoliert betrachtet, sondern miteinander verbindet.
Heute begleite ich Organisationen und ihre Akteure dabei, Arbeitsfähigkeit aktiv zu gestalten. Mein Fokus liegt dabei auf dem Zusammenspiel von Organisation, Führung und Mitarbeitergremien – und darauf, Menschen in ihrer jeweiligen Rolle sprach-, denk- und handlungsfähig zu machen.
Das Gestaltungsmodell der Arbeitsfähigkeit bildet heute die Grundlage meiner Arbeit. Es übersetzt diese Perspektive in vier konkrete Gestaltungsfelder: Orientierung, Rollenklärung, Zusammenarbeit und Wirksamkeit.
Erfahrung, die den Ansatz trägt
Meine Arbeit verbindet langjährige Erfahrung in der Organisationsberatung mit der praktischen Begleitung von Führungskräften, Mitarbeitergremien und Organisationen.
Arbeitsfähigkeit gemeinsam gestalten
Sie möchten herausfinden, wo Ihre Organisation, Ihr Team oder Ihr Gremium ansetzen kann?
Lassen Sie uns gemeinsam schauen, welche Form der Begleitung zu Ihrer Fragestellung passt.
